Zahnarztpraxis im Luisenviertel
Dr.med.dent. Heinrich Florian Schmitz
Friedrich-Ebert-Str. 79
42103 Wuppertal

Telefon: (0202) 30 42 43
Fax: (0202) 30 16 02
E-Mail: info@zahnarzt-wuppertal-schmitz.de

Sie finden uns im Luisenviertel in Wuppertal-Elberfeld.

Sie erreichen uns mit der Schwebebahn (Hst. Robert-Daum-Platz) und mit den Buslinien 601, 611, 619, 649 und B69 (Hst. Robert-Daum-Platz).

Mit dem Auto fahren Sie über den Robert-Daum-Platz, in die Brillerstr. und sofort rechts in die Friedrich-Ebert-Str.

Parkmöglichkeiten finden Sie dann linksseitig in dem Parkhaus "Gesundheitszentrum" gegenüber unserer Zahnarztpraxis in Wuppertal.


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Alle 14 Tage sind wir donnerstags bis 19.00 Uhr für Sie da.

News

Sepsis: Wenn der Zahn zum Notfall wird

Zahnschmerzen verlaufen in der Regel harmlos. Schreitet eine Infektion im Mund jedoch unbehandelt voran, kann eine lebensbedrohliche Sepsis entstehen. Plötzlich schlägt der ganze Körper Alarm. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September rückt die schwere Erkrankung ins Bewusstsein.

Wie dramatisch der Verlauf einer Zahninfektion sein kann, zeigt der Fall des früheren NFL-Profis Mike Williams. Der Spieler der Tampa Bay Buccaneers starb 2023 im Alter von nur 36 Jahren an einer bakteriellen Sepsis. Auslöser war ein entzündeter Zahn. Der Fall zeigt: Was als Zahninfektion beginnt, kann sich unter ungünstigen Umständen zu einer gefährlichen Erkrankung entwickeln. „Sepsis ist ein echter Killer. Jedes Jahr sterben laut Sepsis Stiftung schätzungsweise 140.000 Menschen daran, die Dunkelziffer liegt mehr als dreimal so hoch. Sepsis zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland“, so Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. „Umso wichtiger ist es, die Warnzeichen zu kennen und im Verdachtsfall sofort zu handeln.“

Wenn aus ‚krank‘ plötzlich ‚sehr krank‘ wird Entzündungen am Zahn, der Zahnwurzel oder im Zahnfleisch bleiben meist auf den Mundraum begrenzt und lassen sich gut behandeln. Schreiten bakterielle Infektionen jedoch ungehindert voran können Krankheitserreger in die Blutbahn gelangen. Im schlimmsten Fall kann es zur Sepsis kommen. Der Organismus reagiert über, Organe werden geschädigt, Kreislaufversagen droht. Entscheidend ist, Veränderungen des Allgemeinzustands ernst zu nehmen. Typisch ist ein plötzliches, ungewöhnlich starkes Krankheitsgefühl. Auch Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, Kreislaufprobleme, ein erhöhter oder verlangsamter Puls, auffallende Schwäche oder starke Schmerzen können auftreten. Besonders ernst sind Bewusstseinsstörungen wie Verwirrtheit oder Benommenheit. Auch blasse, fleckige oder ungewöhnlich verfärbte Haut warnt.

Sepsis hat viele Gesichter Es gibt nicht das eine unverwechselbare Sepsis-Symptom. Häufig treten mehrere Beschwerden gleichzeitig auf, und der Gesundheitszustand verschlechtert sich innerhalb kurzer Zeit deutlich. „Kommt es nach einer Zahn- oder Zahnfleischentzündung zu massiven, vielfältigen Beschwerden, sollte sofort gehandelt werden“, sagt Dirk Kropp. „Sepsis ist immer ein medizinischer Notfall.“

Viele Fälle vermeidbar Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September erinnert jedes Jahr daran, Symptome frühzeitig zu erkennen und schneller zu handeln. Auch die Mundgesundheit spielt eine Rolle: Eine gute Zahnpflege und die rechtzeitige zahnärztliche Behandlung bei Infektionen reduzieren die Gefahr einer Sepsis deutlich.

13.09.2026 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V., Dirk Kropp

BDK verurteilt Bedrohung gegen Kieferorthopädin aufs Schärfste

Mit Bestürzung hat der Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) auf den Vorfall in einer kieferorthopädischen Praxis in Erlangen reagiert. Nach Angaben der Polizei soll dort eine 14-jährige Patientin ihre behandelnde Kieferorthopädin mit einem Messer bedroht haben, nachdem diese sich geweigert hatte, gegenüber den Eltern der Jugendlichen das Ende der kieferorthopädischen Behandlung zu bestätigen. Die Kollegin und ihre Mitarbeitenden blieben glücklicherweise unverletzt.

Der BDK verurteilt jede Form von Gewalt, Bedrohung und Einschüchterung gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen aufs Schärfste. Seine uneingeschränkte Solidarität gilt der betroffenen Kollegin und ihrem gesamten Praxisteam.

„Dass eine Kieferorthopädin bedroht wird, weil sie ihrer fachlichen Verantwortung nachkommt und sich nicht unter Druck setzen lässt, macht uns fassungslos“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Köning, 1. Bundesvorsitzender des BDK. „Unsere Kolleginnen und Kollegen und ihre Praxisteams stehen jeden Tag für die Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten ein. Sie müssen ihre Arbeit ohne Angst vor Beleidigungen, Drohungen oder gar körperlicher Gewalt ausüben können.“

Besonders erschreckend sei, dass eine derartige Eskalation nach den bisherigen Erkenntnissen von einer erst 14-Jährigen ausgegangen sein soll. „Wenn bereits Jugendliche glauben, eine medizinische Entscheidung mit einem Messer erzwingen zu können, müssen bei uns allen die Alarmglocken schrillen. Eine solche Verrohung dürfen wir als Gesellschaft nicht hinnehmen“, so Köning. Der Vorfall steht für den BDK zugleich exemplarisch für eine Entwicklung, die weit über die Kieferorthopädie hinausgeht: Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Pflegekräfte, medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte sowie andere Gesundheitsberufe erleben zunehmend Beleidigungen, Drohungen und Aggressionen in ihrem beruflichen Alltag.

Köning mahnt deshalb auch zu einem verantwortungsvollen gesellschaftlichen und politischen Umgang mit den Menschen, die die Gesundheitsversorgung täglich sicherstellen:

„Es wäre selbstverständlich falsch, politische Äußerungen mit einem solchen konkreten Gewaltexzess in einen ursächlichen Zusammenhang zu bringen. Aber Sprache prägt gesellschaftliche Wahrnehmung. Wenn Beschäftigte im Gesundheitswesen Respekt und Schutz benötigen, sollten gerade diejenigen, die an der Spitze unseres Staates stehen, diesen Respekt auch sprachlich zum Ausdruck bringen. Ärztinnen und Ärzte als ‚Nutznießer‘ des Gesundheitssystems zu bezeichnen, wie dies der Bundeskanzler jüngst getan hat, trägt aus unserer Sicht jedenfalls nicht dazu bei, die notwendige Wertschätzung für ihre Arbeit zu stärken.“

Startklar für die Bundesliga – auch die Zähne?

Puls, Schlaf, Sprints, Ernährung, Regeneration: Im Profifußball wird jeder Leistungsfaktor akribisch geprüft. Und die Mundgesundheit? Spätestens seit der Zahn-OP von Jamal Musiala und den von Hansi Flick beim CF Barcelona eingeführten Zahn-Untersuchungen ist die Zahnmedizin im Profi-Fußball angekommen.

Eine deutsche Studie zeigt pünktlich zum Bundesliga-Start, warum der Zahn-Check genauso selbstverständlich zur Spielerbetreuung gehören sollte wie Leistungsdiagnostik, Blutbild und Physiotherapie. Einige Vereine haben das längst erkannt.

High Performance – außer beim Gebiss? Bevor der erste Ball rollt, durchlaufen die Profis umfassende Checks: Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf-System, Blutwerte – alles wird analysiert. High Performance bis ins Detail. Und Zähne und Zahnfleisch? Was nebensächlich klingt, ist ein wichtiger Baustein der Athletenbetreuung. Zahnschmerzen, Entzündungen des Zahnfleischs und andere Beschwerden im Mund belasten den Körper – und stören den eng getakteten Profi-Alltag. Hannover 96 hat deshalb die Mundgesundheit fest in die Betreuung integriert. Christoph Heckmann, Leiter Medien & Kommunikation, erklärt: „Der Zahn-Check gehört bei uns ganz selbstverständlich dazu – genauso wie andere regelmäßige Untersuchungen.“

50 Profis, zwei Sportarten, ein deutlicher Unterschied Wie unterschiedlich es um die Mundgesundheit im Profisport steht, zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal ‚Sports‘. Untersucht wurden 50 männliche Profisportler: 29 Fußballer und 21 Eishockeyspieler. Das Team analysierte Plaque, Zahnfleischblutungen, den Zustand des Zahnhalteapparats, Karies und das Vorsorgeverhalten. Das Ergebnis: Die Fußballer schnitten in mehreren Kategorien deutlich besser ab. Ihr Approximalraum-Plaque-Index lag bei 29, der der Eishockeyspieler bei 48. Beim Papillen-Blutungs-Index waren es 14 gegenüber 42. Auch bei parodontalen Befunden zeigten die Fußballer bessere Werte. Zudem gingen sie häufiger zur Kontrolle und achteten stärker auf zusätzliche Mundhygiene.

Nicht warten, bis es wehtut „Regelmäßige Untersuchungen der Mundgesundheit sollten im Profisport eine Selbstverständlichkeit sein“, sagt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. Der Ansatz liegt auf der Hand. Profisport fordert den Körper – auch den Mund. Intensives Training fördert Mundtrockenheit, kohlenhydratreiche Ernährung und Sportgetränke belasten zusätzlich. Und der Terminkalender? Training, Spiele, Reisen, Regeneration – da rutscht der Zahnarztbesuch schnell nach hinten.

Der blinde Fleck im High-Performance-System Auf Beschwerden zu warten, widerspricht der Logik des modernen Profisports. Niemand wartet mit der Leistungsdiagnostik, bis die Kondition nachlässt. Warum also bei den Zähnen? Durch regelmäßige Checks der Zahngesundheit können Probleme erkannt werden, lange bevor sie Beschwerden verursachen. Auch Eintracht Frankfurt hat das Thema längst verankert. Seit 2020 gehört die Mundgesundheit dort fest zur Spielerbetreuung. Mediensprecher Bartosz Niedzwiedzki betont: „Zahngesundheit ist für uns ein unverzichtbarer Bestandteil der Betreuung.“

Zahn-Check: kein Nice-to-have Der moderne Fußball sucht ständig nach dem letzten Prozent Leistungssteigerung. Training wird individualisiert, Belastungen in Echtzeit überwacht, Ernährung auf den Spieler abgestimmt, Schlaf zur Leistungsvariable erklärt. Umso erstaunlicher, dass ein Bereich vernachlässigt wird, der sich leicht kontrollieren lässt. Die Studie zeigt zwar keinen direkten Zusammenhang zwischen Zahnuntersuchungen und sportlicher Leistung, macht aber deutlich: Zahngesundheit ist im Spitzensport ein oft unterschätztes Thema. Mundgesundheit ist kein Beauty-Thema, sondern professionelle Spielerbetreuung von Kopf bis Fuß gedacht.

07.09.2026 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V., Dirk Kropp

Anerkennung ohne Grenzen?

Der 21. Europatag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am 08. Juli diskutierte die geplante Reform der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie. Unter dem Titel "Anerkennung ohne Grenzen? Fachkräftesicherung zwischen Binnenmarkt und Patientenschutz" wurde mit einem hochkarätigen Podium die zentrale Frage diskutiert: Lässt sich die Anerkennung von Abschlüssen von Zahnärztinnen und Zahnärzte aus Drittstaaten mit den hohen Anforderungen an den Patientenschutz in Einklang bringen?

Unter der Moderation von Niels Reith, Geschäftsführer der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V., diskutierten Robert-Martin Montag (FDP), Mitglied im FDP-Bundesvorstand und gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundespartei; Prof. Dr. Gregor Thüsing, LL.M. (Harvard), Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit; Arne Franke, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Abteilungsleiter EU, Internationales, Wirtschaft sowie Dr. Ralf Hausweiler, Vizepräsident der BZÄK.

Angesichts eines europaweiten Fachkräftemangels im Gesundheitswesen begrüßt die BZÄK die Pläne der Europäischen Kommission, die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie zu modernisieren und Anerkennungsverfahren digitaler, transparenter und effizienter zu gestalten. "Deutschland und Europa sind auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung. Es muss aber auch gelten: Schneller darf nicht schlechter bedeuten. Anerkennungsverfahren müssen effizient sein, dürfen aber die Anforderungen an Qualifikation, Berufsbefähigung und Patientensicherheit nicht relativieren", erklärte BZÄK-Präsidentin Dr. Romy Ermler.

Für Diplome aus Drittstaaten bleibt aus Sicht der BZÄK im Vorfeld eine sorgfältige Prüfung von Unterlagen und von Kenntnissen in der Zahnmedizin unverzichtbar.

"Die Kenntnisprüfung ist kein bürokratisches Hindernis, sondern Patientenschutz. Wer über die erforderlichen Kompetenzen verfügt, sollte möglichst schnell arbeiten dürfen. Patientinnen und Patienten müssen sich jedoch darauf verlassen können, dass alle approbierten Zahnärztinnen und Zahnärzte dieselben hohen fachlichen Standards erfüllen - unabhängig davon, wo sie ihre Ausbildung absolviert haben", sagte BZÄK-Vizepräsident Dr. Ralf Hausweiler.

Die BZÄK sieht in der angekündigten Revision der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie ein zentrales Vorhaben der europäischen Gesundheitspolitik. Die Reform sollte dem Fachkräftebedarf Rechnung tragen und zugleich das bewährte Gleichgewicht zwischen Freizügigkeit, Binnenmarkt und Patientenschutz wahren.

Hintergrund

Die Europäische Kommission plant für das dritte Quartal 2026 unter dem Schlagwort Skills Portability Initiative (SPI) eine Überarbeitung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie. Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung beruflicher Qualifikationen durch digitale Verfahren zu vereinfachen, die Mobilität von Fachkräften innerhalb der Europäischen Union zu stärken und die Anerkennung von Qualifikationen aus Drittstaaten stärker zu harmonisieren.



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